Problem: Aus juristischen Gründen wurden vor Jahren Halbautomaten in Deutschland „beschnitten“… unter anderem die Visierung auf 300m limitiert und die Magazinkapazität auf 5 Schuss eingeschränkt.
Hinweis: in Österreich gilt gilt der Ljungman als „normaler“ Halbautomat – und auch in Deutschland wurde der Ljungman durch Richtlinie BMWi V B 3 – 10 17 03 am 21.4.1999 zusammen mit dem G43 und Co. als Halbautomat „legalisiert“.
Auch bei meinem Ljungman konnte man die Visierung nicht auf die vorgesehenen 700m drehen – nicht dass ich auf diese Distanz etwas treffen würde :-)
Zumindest bei meiner Waffe konnte ich dieses „Problem“ aber recht einfach beheben:
- oberen Handschutz entfernen
- die Metallklammer oben vor der Kimme nach vorne wegschieben und entfernen
- die aus gebogenem Draht bestehende Klammer nach vorne abziehen („Büroklammer“)
- den Drehknopf abziehen
- die „Wählscheibe“ (Entfernungen für Rundkopf/Spitzkopf) entfernen
Nun sieht man 2 Stifte – einen „normalen“ Stift als Drehpunkt für die Kimme und einen geschlitzten Spannstift mittig über der Achse des Drehknopfes. Dieser muss entfernt werden – ich habe dazu das Glocktool verwendet und den eingeölten Stift ohne Hammer herausgedrückt.
Nachtrag: Marcus berichtet bei seiner Waffe war kein Durchgangsloch vorhanden bei diesem Spannstift – somit musste er ausgebohrt werden. Hier der Link zu seiner ausführlichen Anleitung!
Wichtig beim wieder zusammen setzen: Der Drehknopf rastet automatisch ein – aber vor Einsetzen der „Büroklammer“ muss auf „1“ gedreht werden, sonst blockiert die Kimme bei 0.
Will man das Visier weiter zerlegen zwecks Reinigung:
- den linken Stift (Drehpunkt) rausdrücken
- die Kimme nach oben / vorne vorsichtig rauswackeln
- am hinteren Ende ist eine frei liegende Feder im Gehäuse, welche die Kimme im Normalfall nach unten drückt. Beim Zusammenbau die Feder auf die untere Nase der Rückseite der Kimme stellen und wieder vorsichtig „einfädeln“.


